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VBKÖ Wien

Ausstellung „Kunst der Frau“

Die Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs emanzipierte sich mit ihrer Gründung 1910 von den dominierenden Männerbünden der Wiener Kunstwelt. Ihre Strategien, sich künstlerischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu stellen, zeigen sich auf dem stoffbespannten Display, dem Mittelpunkt der gemeinsam mit Barbara Steiner konzipierten Ausstellung.

Ausstellen, Bauen, Wirtschaften, Reaktivieren,… Die wechselnden gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen forderten ständiges Handeln von den KünstlerInnen. Auch wenn die Institution zwischenzeitlich kaum präsent schien, besteht sie bis heute – zwischen Durchsetzung emanzipativer Vorhaben und wirtschaftlichen Agierens um weiter zu bestehen.
Vom klassischen Kunstverkauf über Vermietung, Tauschhandel oder Events wie dem Fünfuhr-Tee. Die Ausstellung „Kunst der Frau“ wurde als angewandtes Forschungsprojekt gemeinsam mit Barbara Steiner entstanden und kuratiert. Nach dem Künstlerhaus die zweite in der Ausstellungsreihe über KünstlerInnen-Vereinigungen in Wien, die ihren Abschluss in der Wiener Secession finden wird.

Die zentrale Installation der Ausstellungsarchitektur fasst unterschiedliche Funktionen in der Raummitte zusammen: sie ist Möbel, kompakter Träger für Information und Kunst zugleich. Die stoffbespannten Rahmen aus standardisierten C-Profilen sind zugleich thematischer Kommentar und Lösung für das knappe Gesamtbudget.

Über Typografie der Ausstellungsgrafik wird die wechselvolle Geschichte der Institution spürbar. Unterschiedliche historische und zeitgenössische Schriften machen die Vielfalt der Ereignisse und Themen in den Texten der Ausstellung spürbar. Diskurs und Storytelling setzen sich im Ausstellungskatalog fort.

Arbeiten von Nina Höchtl/Naomi Rincón Gallardo (links) und Alejandra Loreto (rechts)

Die Kunst der Frau von Esther Straganz (unten rechts). Weihnachtsschau mit Arbeiten von Esther Straganz (links) und Elke Auer (oben rechts).

Muh!