Vorder Atzberg

Illustration, Packaging

Wenn ein guter Freund einen großen Wein macht, ist das ein Glücksfall – und  zugleich eine ganz besondere Herausforderung für die Gestaltung.

Grüner Veltliner – Vorder Atzberg
In der Wachau, kurz vor Spitz, liegt direkt an der Donau eine ganz spezielle Lage. Über steile, fast schon vertikale Stiegen erreicht man den Weinberg, der zum Teil so schmale Terrassen hat, dass nur eine einzige Reihe Weinstöcke Platz hat. Die Aussicht der Südlage ist fantastisch und der mineralische Boden gibt dem Grünen Veltliner, der viel Handarbeit in sich hat, seinen unvergleichlich feinwürzigen und dichten, aber sortentypischen Charakter. Der Name der Lage geht übrigens auf den lokalen Abbau von Eisenerz im Mittelalter zurück. Handarbeit war auch das Stichwort für den gestalterischen Zugang.

Das Gespräch mit dem Weinmacher führte uns auf die Spuren traditioneller japanischer Stoffmuster aus dem 19. Jahrhundert. Im MAK gibt es einige Tausend dieser faszinierenden handwerklichen Arbeiten. Ein Muster sprang uns besonders ins Auge: für den Rapport gemacht, scheint es doch unregelmässig und erinnert an eine Landkarte, die auch der Weinberg sein könnte. Überarbeitet und verfeinert sieht man es jetzt auf der Etikette und dem Einwickelpapier. Technologisch absolut neu ist das schwarze, durchgefärbte Etikettenpapier, das wir hier zum ersten Mal einsetzen, kombiniert mit lasierend weissem Offsetdruck und Heißfolienprägung.

Für das Einwickelpapier wurde das Pattern in weiss auf schwarzes Japanpapier siebgedruckt. Struktur und Typografie wurden im Format gedreht, sodass nach dem leicht schrägen Einwickeln die Typografie wieder gerade zur Flasche steht.

Muh!