Barrierefreiheit nützt allen!

Barrierefreiheit, Inclusive Design

Ab 1.1.2016 sind alle öffentlich zugänglichen Gebäude und Räume barrierefrei auszustatten. Das bedeutet aber nicht nur, räumliche Barrieren zu beseitigen. Damit alle den richtigen Weg zu ihrem Ziel sicher finden, braucht es vor allem intelligentes Informationsdesign zur guten Orientierung.

Wie können alle unsere Welt einfacher und besser nutzen?

Schon eine Route mit dem Kinderwagen durch die Stadt zeigt, welche Umwege es oft braucht, um ans Ziel zu kommen. Was für uns schon nicht einfach ist, stellt für behinderte oder ältere Menschen eine noch größere Herausforderung dar. Inclusive Design ermöglicht eine Welt, die alle gleich gut nutzen können und Menschen mit besonderen Bedürfnissen respektvoll auf Augenhöhe begegnet.

Wie ist die Barrierefreiheit ab 2016 gesetzlich geregelt?

Mit dem Jahr 2015 ist auch die zehnjährige Übergangsfrist des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes zu Ende gegangen.

Ab dem 1. Jänner 2016 müssen nun alle Dienstleistungen, Einrichtungen oder Produkte uneingeschränkt für alle Menschen – mit und ohne Behinderung – gleich gut nutzbar sein.

Welche Gruppen sollen besonders unterstützt werden?

Das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz schützt folgende Gruppen vor Diskriminierung und unterstützt diese bei einem möglichst selbstbestimmten Leben:

  • RollstuhlfahrerInnen bzw. mobilitätseingeschränkte Menschen
  • Blinde, gehörlose oder sprachbehinderte Menschen
  • Menschen mit Lernschwierigkeiten bzw. kognitiven Einschränkungen
  • Dauerhaft kranke Menschen und Menschen, die viel Pflege benötigen

Welche Bereiche betrifft die Barrierefreiheit?

Nicht nur bauliche, sondern auch akustische, optische, kognitive oder sprachliche Barrieren müssen beseitigt werden. Das betrifft die Architektur, aber auch Informationsmedien wie Druckwerke oder Websites. Entscheidend ist, dass alle Sinne, die unsere Wahrnehmung ermöglichen, angesprochen werden.

In welchem Umfang muss die Barrierefreiheit umgesetzt werden?

Generell darf niemand vom Zugang zu Raum, Dienstleistungen oder Medien ausgeschlossen werden. Der Umfang der Maßnahmen hat unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Zumutbarkeit zu erfolgen.

Gibt es Standards, an denen man sich orientieren kann?

In baulichen Belangen sind die Vorgaben zur Barrierefreiheit in Normen bzw. den OIB-Richtlinien festgeschrieben. Im Web gelten Standards wie etwa WCAG.

Wie sind Maßnahmen für verschiedene Gruppen aufeinander abzustimmen?

Maßnahmen, die die Benutzung für manche Menschen erleichtern, können für andere eine Einschränkung bedeuten. Was für eine sehbehinderte Personen eine Stütze darstellt, bedeutet möglicherweise für eine mobilitätseingeschränkte Person ein zusätzliches Hindernis. Die Suche nach einem Kompromiss ist in der Praxis immer ein Schritt zur besten Lösung für alle.

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Muh!