Kommentar zum Ende des ersten Weltkrieges 1914

Illustration, Text, Typografie

erschienen im Freiraum, Die Presse, 2014

Wir sind die einzige Generation seit Jahrhunderten, die keinen Krieg im eigenen Land erlebt hat. Der österreichische Dichter und Karl Kraus hat sich als kritischer Zeitgenosse Zeit seines Lebens gegen den Krieg gewehrt. Wortgewaltig hat er sich gegen die Siegeseuphorie der niedergehenden Habsburgermonarchie gestellt und zugespitzt, was wir insgeheim wissen: Im Krieg gibt es keine Sieger, nur Verlierer.

Die ganze Seite in der Presse, die ich zum Gedenken an den endenden ersten Weltkrieg gestalten durfte, machte mir wieder klar, wie wertvoll und fragil unser Friede ist.

Anfang des 20. Jahrhunderts arbeitete Rudolf von Larisch als richtungsweisender Typograf mit den wichtigsten Künstlerinnen und Künstlern der Wiener Werkstatt zusammen. Auch er erlebte den ersten Weltkrieg mit, ihm ist diese Seite gewidmet.

Muh!